Projektbeteiligte

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) für fünf Jahre gefördert.
In einer transdisziplinären Zusammenarbeit bringen Forschung, Praxis und Zivilgesellschaft ihr Wissen zusammen:

Wissenschaft

Europa-Universität Flensburg

Deutschlands nördlichste Universität, die seit 2014 den Namen Europa-Universität Flensburg trägt, ist eine junge Hochschule mit rund 6.000 Studierenden, die Horizonte öffnen und Grenzen überwinden möchte. Ihre Forschung konzentriert sich auf Bildungswissenschaften, Europawissenschaften sowie Transformation und Nachhaltigkeit, wofür Einrichtungen wie das Norbert Elias Center for Transformation Design and Research (NEC) und das Zentrum für nachhaltige Energiesysteme stehen. Am NEC werden aus sozialwissenschaftlicher Perspektive gesellschaftliche Veränderungsprozesse im Kontext globaler sozial-ökologischer Krisen untersucht. Die Abteilung Nachhaltige Energiewende erforscht und lehrt, wie fossile Energiesysteme weltweit in erneuerbare überführt werden können, um das 1,5-Grad-Ziel einzuhalten.

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Praxis

Gemeinde Neuenhagen bei Berlin

Die Gemeinde Neuenhagen bei Berlin beschäftigt sich aufgrund ihres stetigen Einwohnerzuwachses und der demografischen Alterung im Bestand mit den Auswirkungen des Flächenverbrauchs. Um die negativen Effekte eines weiteren Siedlungsflächenzuwachses zu vermeiden, prüft sie Strategien zur effektiveren Nutzung bestehender Flächen, einschließlich Nachverdichtung und bedarfs- sowie lebensphasengerechter Wohnraumverteilung. Dafür wurde eine zentral gelegene Brachfläche von über 1 ha erworben und soll im Rahmen eines zirkulären Wohnkonzepts von der Gemeinde selbst entwickelt und betrieben werden. Die planungsrechtliche Absicherung, ein städtebaulicher Wettbewerb und ein Bebauungsplanbeschluss liegen bereits vor, während die konkrete Ausgestaltung des Wohnkonzepts im Forschungsprojekt weiterentwickelt wird.

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Wissenschaft

ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH

Das ifeu ist ein gemeinnütziges, unabhängiges Forschungsinstitut mit Standorten in Heidelberg und Berlin, das seit über 40 Jahren umweltwissenschaftliche Forschung und Beratung betreibt. Mit rund 70 Mitarbeitenden arbeitet es zu Themen wie Energie- und Umweltmanagement, erneuerbaren Energien, Verkehr und Umwelt sowie Ökobilanzen und Stoffstromanalysen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Evaluation und Weiterentwicklung energiepolitischer Instrumente, der Technikfolgenabschätzung und der Modellierung von Energie- und Stoffstromsystemen. Zudem analysiert das ifeu seit zwei Jahrzehnten Politikinstrumente im Bereich Energieeffizienz und Gebäude und hat zuletzt intensiv an Themen wie EE-Wärmemarkt, Marktanreizprogramm, Nationaler Klimaschutzinitiative und Sanierungsfahrplänen gearbeitet.

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Wissenschaft

Technische Universität Berlin
Das Fachgebiet Stadtplanung und Bestandsentwicklung an der TU Berlin befasst sich mit nachhaltiger Bestandsentwicklung und kommunalen Innenentwicklungsstrategien, wobei das Wohnen sowie Themen wie Nutzungsmischung und Klimaanpassung zentrale Schwerpunkte bilden. Es ist Gründungsmitglied des Netzwerks „Making of Housing“ und am entstehenden „Housing Lab“ der TU Berlin beteiligt. Der Lehrstuhlinhaber hat bereits in den 2010er-Jahren wesentliche kommunale Handlungsbedarfe im Flächen- und Wohnraummanagement erforscht und diese in seiner Dissertation zu suburbanen Wohngebieten vertieft. Im aktuellen Forschungsprojekt „Großstädte als Wohnorte“ analysiert das Fachgebiet gemeinsam mit dem ILS Innenentwicklungsstrategien deutscher Großstadtregionen.

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Zivilgesellschaft

Deutsche Umwelthilfe e.V.
Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) ist ein gemeinnütziger und unabhängiger Umwelt- und Verbraucherschutzverein, der sich für nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsweisen sowie umweltfreundliche Produkte einsetzt. Sie verbindet Umwelt- und Verbraucherschutz und arbeitet dabei konstruktiv mit Verbänden, Unternehmen, Behörden, Kommunen und Bürgerinnen zusammen, insbesondere zu Themen wie Klima- und Nachhaltigkeitszielen, Energiewende und der Dekarbonisierung des Gebäudesektors. Mit ihrer langjährigen fachlichen Expertise gilt die DUH als vertrauenswürdiger Initiator und Moderator in Projekten zu klimafreundlicher Gebäudesanierung, kommunalem Klimaschutz und nachhaltiger Quartiersentwicklung und ist breit vernetzt mit relevanten Akteurinnen.

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Unser Team

Europa-Universität Flensburg

Mareike Andert

Nachhaltigkeits- & Politikwissenschaft

Mareike Andert erforscht Wohnzufriedenheit im Kontext von Wohnflächenverkleinerung, um die Perspektive von Bewohner*innen für Mobilisierungsstrategien zu stärken. Dies erfolgt durch die Synthese von Forschungssträngen, Analyse von Panel-Daten sowie explorative qualitative Interviews mit Bewohner*innen.

Dr. Jonas Lage

Soziologie

Jonas Lage ist Projektleiter und koordiniert das Verbundprojekt “Zirkuläre Wohnraumnutzung”. Im Rahmen des Projekts erforscht er insbesondere die Entwicklung der Wohnzufriedenheit im Kontext von verkleinernden Umzügen. Als Soziologe am Norbert Elias Center for Transformation Design and Research der Europa-Universität Flensburg forscht und lehrt er u.a. zu Themen der sozial-ökologischen Transformation, Suffizienzpolitik und Wohnen.

János Sebestyén

Angewandte Systemwissenschaft

János Sebestyén erstellt Szenarien einer zirkulären Wohnraumnutzung für Deutschland und die Pilotkommune mit dem Open Source Wohnraumbelegungsmodell INHABIT. Damit können die ökologischen Effekte der untersuchten Maßnahmen zur Wohnraummobilisierung abgeschätzt werden.

Gemeinde Neuenhagen bei Berlin

Stephanie Scheu

Stadt- und Regionalplanung

Stephanie Scheu ist in der Gemeinde Neuenhagen bei Berlin als Projektleiterin des Förderprojekts „Zirkuläre Wohnnutzung“ tätig. Sie ist Ansprechpartnerin für die Umsetzung des Pilotvorhabens „Blumen Liebe“, koordiniert die weiteren Maßnahmen und fungiert als zentrale Ansprechpartnerin für alle kommunalen Belange.

ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH

Dr. Lars-Arvid Brischke

Energie- und Verfahrenstechnik

Lars-Arvid Brischke ist Themenleiter Suffizienz und nachhaltige Energiesysteme im Fachbereich Energie am ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH am Standort Berlin. Er forscht zum suffizienten Umgang mit Energie bei Prosumern, zu Suffizienzpraktiken in Stadtquartieren und zur nachhaltigen Transformation des Wohnens im Bestand.

Patrick Zimmermann

Energieeffizientes und Nachhaltiges Bauen

Patrick Zimmermann arbeitet als Projektleiter am ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH im Fachbereich Energie am Berliner Standort. Er beschäftigt sich vorrangig mit Suffizienz im Gebäudebereich. In ZiWoNu befasst er sich vorrangig mit der politischen Instrumentierung und der ökologischen Quantifizierung.

Technische Universität Berlin

Albina Dik

Stadt- und Regionalplanung

Albina Dik ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Berlin im Fachgebiet Stadtplanung und Bestandsentwicklung. Sie beschäftigt sich im Projekt insbesondere mit der Analyse der Wohnbedarfe der Bewohnenden und der Anforderungen an zirkuläres Wohnen in Neuenhagen bei Berlin. Zudem unterstützt sie die Entwicklung konkreter Mobilisierungsstrategien und die Erarbeitung des Wohnkonzeptes der Gemeinde.

Prof. Dr. Jan Polívka

Stadtplanung und Bestandsentwicklung

Jan Polívka leitet das Fachgebiet für Stadtplanung und Bestandsentwicklung am Institut für Stadt- und Regionalplanung an der Technischen Universität Berlin. Dort widmet er sich u.a. dem Thema Wohnen und Bestandserneuerung. Im Projekt unterstützt er die Kommune Neuenhagen bei Berlin bei der Umsetzung ihres Wohnraumentwicklungskonzeptes.

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Dora Griechisch

Energie und Klimaschutz

Dora Griechisch ist bei der Deutschen Umwelthilfe e.V. im Bereich Energie und Klimaschutz tätig und spezialisiert auf gebäudebezogene Fragestellungen. Im Kontext des Projekts ist sie mit für den Wissenstransfer, den fachlichen Erfahrungsaustausch sowie für die Verbreitung und Verstetigung der im Projektverlauf erprobten Lösungsansätze verantwortlich.

Katharina Kipp

Kommunaler Umweltschutz

Katharina Kipp unterstützt bei der Deutschen Umwelthilfe e.V. Kommunen und andere Akteure bei der Umsetzung einer nachhaltigen Stadtentwicklung, insbesondere mit Blick auf den Ausbau grüner Infrastruktur und die Reduktion des Flächenverbrauchs. Im Kontext des Projekts ist sie mit für den Wissenstransfer, den fachlichen Erfahrungsaustausch sowie für die Verbreitung und Verstetigung der im Projektverlauf erprobten Lösungsansätze verantwortlich.

Jurga Tallat-Kelpšaitė

Energie und Klimaschutz

Jurga Tallat-Kelpšaitė bringt ihre Expertise im Energie- und Klimaschutz bei der Deutschen Umwelthilfe e.V. ein, insbesondere zu gebäudebezogenen Themen. Im Projekt ist sie zuständig für den Wissenstransfer, den fachlichen Erfahrungsaustausch sowie für die Verbreitung und Verstetigung der im Projektverlauf erprobten Lösungsansätze.

Lennart Wenning

Kommunaler Umweltschutz

Lennart Wenning unterstützt bei der Deutschen Umwelthilfe e.V. Kommunen und andere Akteure bei der Etablierung von Stadtnatur und der Reduzierung des Flächenverbrauchs. Im Kontext des Projektes wirkt er an der Organisation von Veranstaltungen, der Öffentlichkeitsarbeit und der Erstellung von Informationsmaterialien mit.

Praxispartner*innen

In den regelmäßigen Treffen unseres Netzwerks der Reflexionskommunen und Praxispartner*innen kommen Kommunen, weitere Praxisakteure sowie das Projektteam und die Pilotkommune Neuenhagen bei Berlin zusammen, um sich zu Fragen rund um die zirkuläre Wohnraumnutzung auszutauschen. Ziel ist es, Impulse und Erfahrungen aus dem Reallabor weiterzugeben und gleichzeitig die Expertise des Netzwerks in das Projekt zurückzuspielen. Hier werden praxisnah Erfahrungen, Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze für innovative Wohn- und Baukonzepte gemeinsam reflektiert und entwickelt.

Reflexionskommunen

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